►
Beaks►
Cat Gadget►
Deta►
Dexpleen►
DJ Soare►
DJ Vulverine►
Glut►
Grrrls Chor + Clitstars + Dust City Dancers►
Lain Iwakura►
Portia►
Sarah Dawy►
Scheidenkleister►
Small Souki►
Top_S►
Sonja Eismann & Susanne Sackl-Sharif►
Mahtab Miandehi►
Nina Chabek►
Kisme Moonlight 007►
Musikmaschine►
TRYVOGA
Bild: © Fabi Rettenbacher
Beaks ist das Musikprojekt von Anna Francesca, die schon seit Jahren Texte schreibt, aber erst vor kurzem einen Weg gefunden hat, diese durch Lieder zu teilen. Mit ihrem Hintergrund in der Lyrik spielt sie mit Worten wie mit einem Instrument, eingebettet in einen minimalistischen und mühelosen Klang.
Ihre Texte sind introspektive Momentaufnahmen des Lebens – vielleicht sogar Traumsequenzen –, die das Wesen des Menschseins widerspiegeln. Zwischen Realität und einem schwindelerregenden Tagtraum oszillierend, ist Beaks wie eine Schlafwandlerin mit offenen Augen. Dies wird in ihrer Single „Dirty Girls“ deutlich, die mit den Worten endet: „How do dreams work? Will I wake up if I die?“
Zeit:
22:00
Location:
Main Stage Indoors

Bild: © Christian Lach
Cat Gadget ist eine Vinyl-Liebhaberin und DJane aus Graz, Österreich. Ihre Sets wecken ein Gefühl von Old-School-Nostalgie. Während sie sich mit elektronischer Musik vergangener Jahrzehnte beschäftigt, verbindet sie nahtlos EBM, Electro, Industrial sowie obskuren Italo-Disco, Wave und New Beat. Seit 2018 ist sie Teil von Grrrls.at, einem Kulturverein und Kollektiv, das sich der Förderung von FINTA+-Künstlerinnen verschrieben hat. Mit Grrrls.at hat sie die Veranstaltungsreihe „Grrrls Club“ organisiert und moderiert, deren Schwerpunkt auf der Förderung lokaler FINTA+-Künstler liegt. Zusammen mit ihrer Kollegin Užas! lädt sie seit 2024 zum „Grufti Groove“ ein, einer Veranstaltungsreihe für alle, die dunkle Klänge lieben.
Zeit:
t.b.a. -
Location: t.b.a.

Bild: © Lena Baloch
Der vereinseigene GRRRLS CHOR ist ein queerfeministischer Chor. Konzept, Organisation, musikalische Leitung, Komposition/Arrangements werden durch FINTA* realisiert - mitsingen kann hingegen jede*r mit queerfeministischen Überzeugungen! Beim STERRRN fest 2026 zeigt sich der Chor in voller Klangkraft - laut, vielstimmig, empowernd.
Ganz in der Tradition von STERRRN wird der Grrrls Chor beim Festival sein Sommerkonzert mit neuen und alten Stücken aufführen. Anlässlich des 5-jährigen Jubiläums der Veranstaltung freuen wir uns auch bekannt geben zu dürfen, dass ganz besondere Gastkünstler*innen bei der Aufführung mitwirken werden.
Kommt und feiert mit uns 5 Jahre Grrrls Chor Live - 5 Jahre STERRRN!
CLITSTARS
Miss Clit und Eric BigClit a.k.a Clitstars belegten mit ihrem Song „Our Bodies, Our Choice“ den 3. Platz beim FM4-Protestsong-Wettbewerb 2026. Wir unterstützen diese Botschaft – in unseren Herzen und auf der Bühne von SF26. Ihr Songtext gewann den „Protestsong Lyric Contest“ von Grrrls.at. SF26 wird die daraus folgende queer-feministische Zusammenarbeit deluxe von Chor x Clitstars mit der gemeinsamen Aufführung ihres Originalsongs einläuten.
DUST CITY DANCERS
Hast du die allererste Halbzeit-Show des Chors verpasst? Kein Grund zur Traurigkeit: Die fantastische Cheerleading- und Spaßtanzgruppe Dust City Dancers wird bei der SF26-Aufführung für ein freudiges Wiedersehen sorgen 🔥
► Grrrls Chor Website
► Grrrls.at Instagram
► Dust City Dancers Instagram
► Miss Clit Instagram
► Eric BigClit Instagram
Zeit:
17:00
Location:
Main Stage Outdoor

Bild: © Björn B.
Deta legt ausschließlich mit Vinyl auf und bewegt sich dabei genreoffen. Für die Sterrrn Pre-Party bringt sie einen abwechslungsreichen Mix aus Disco, House und Electro mit, der den Fokus auf rhythmische Strukturen und Percussion legt – tanzbar und detailreich.
Zeit:
22:30
Location:
Pre-Party Kombüse Graz

Bild: © Diana Mühlberger
Als Produzentin, Songwriterin und Multi-Instrumentalist*in macht sich Dexpleen nicht erst seit gestern in der Festivalszene einen Namen und negiert jegliches Schubladendenken.
Geboren in Wien und bereits seit dem Alter von 6 Jahren an den Klaviertasten aktiv, weigert Dex sich beharrlich, sich von Genre-Labels einschränken zu lassen. Was zählt, ist Repräsentation. Die Musik entspringt einem überwältigenden Gefühl des Missverstanden-Seins und dient als ein Mittel, um komplexe Emotionen zu fühlen und zum Ausdruck zu bringen. Sie trotzt der Kategorisierung und webt mühelos Elemente des Indie-Pop, Folk-Rock und Electro-Pop zu einem harmonischen Kunstwerk der klanglichen Erzählkunst.
Mit dem Anliegen, die Lücke der Repräsentation in der Musikindustrie zu füllen, entfalten sich hier queere Liebeslieder – Hymnen der Liebe und Sehnsucht mit Authentizität und unapologetischem Stolz – und bieten einen sicheren Hafen für all jene, die Zuflucht suchen.
Zeit:
19:00
Location:
Main Stage Indoors

Bild: © Mona Werner
Sie sind eine Newcomerband aus Wien/Linz. Zwei Freundinnen verwirklichen ihren Teenagetraum und nehmen sich den Raum den sie verdienen. Mit eingängigen Rocksongs, psychedelischen Einflüssen und viel Lärm auf der Bühne, überzeugten sie das Publikum bereits bei ihren ersten Auftritten in der Undergroundszene in Wien und Oberösterreich. Gemeinsam mit Bassist ist das Rocktrio vollkommen.
Heavy Drums, Power-Gitarre, eine kräftige Stimme und energiegeladene Bassriffs lassen die Bühne glühen. Die Band macht Mut und schafft Raum für Imperfektion. Dabei ist ihre Selbstermächtigung so mitreißend wie ein Feuer das bereit ist zu entflammen.
Zeit:
21:00
Location:
Main Stage Indoors

Bild: © @vyzaruu
Just a girl who loves making people dance to her favorite music. Body grounded – head in the sky: she makes the speakers speak to you.
At STERRRN, the upcoming artist based in Graz will play liquid-like melodies ranging from 150 to 175 bpm. Let the bass take you on a meditative journey of connection – from your soul to the dancefloor.
Zeit:
17:45
Location:
Mond DJ Pult

Bild: © DJ Vulverine
Seit 2022 Mitglied der Grrrls DJ Crew, berührt DJ Vulverine mit einem bunten Genremix, der Lust auf Tanzen macht. Es wird funkig. Es wird groovy. Disco darf nicht fehlen. Entdecken wir sensorisch spielerisch gemeinsam Musikgeschichte, die marginalisierte Menschen geschrieben haben. Gegen digitalen Datenmüll meist Vinyl.
Zeit:
13:00
Location:
Mond DJ Pult

Bild: © Clara Wildberger
Lain Iwakura trat erstmals in Frankfurt/Main in Erscheinung, als sich Störgeräusche zu einer Persona verdichteten – eine fragmentierte Präsenz oszillierend zwischen gelebter Geschichte und rekursiver Fiktion.
Ihre Sensibilität schärfe sie am Institut für vergleichende Irrelevanz, wo sie in dem umfunktionierten ehemaligen Institut für Amerikanistik paraakademische Seminare inszenierte. Man munkelt, dass sie dort mit Gleichgesinnten das insittut de déstabilisaton gründete und sich dem Komitee zur Aufhebung der Künste anschloss, jenem geheimen Büro, welches etwas mit nichts verbindet. Parallel dazu studierte sie Musikwissenschaft, Soziologie und Philosophie an der Goethe-Universität und war Hilfswissenschaftlerin am Max-Planck-Insttut für empirische Ästhetik.
Heute arbeitet sie von Graz aus als Rhythmusanalystin, Infrasignalkünstlerin, Autorin und Chronosaboteurin an der Schnitstelle von Klangexperiment, Kritischer Theorie und spekulativer Praxis, die Grenzen der Wahrnehmung, kollektiver Erfahrung und Strukturen der Zeit auslotend. Im Masterstudium der Computermusik an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz widmet sie sich „Social Noise“, einem langfristigen Forschungsprojekt zu sozialen Kompositionen, Machtstrukturen und kollektiver Verletzlichkeit.
Mytho-wissenschaft, sonische Fiktion und Autotheorie verbindend, schreibt Lain Iwakura am New Centre for Research and Practice über „inhuman-fictioning“, Selbstfiktionalisierung aus der Perspektive des Entmenschlichten erforschend, wobei sie die Irrealität des Cis-Geschlechts auf Grundlage einer fundamentalen, allem vorausgehenden Transsexualität behauptet. Zwischen 2017 und 2024 betrieb sie gemeinsam mit Achim Szepanski († 22. September 2024) die Musiklabel Force Inc. und Mille Plateaux sowie die Theorieplattform NON, dessen Erbe sie fortführt und neu verknüpft.
Lain Iwakura war Mitbegründerin des Institute for Sonic Welfare in Graz, ist Kuratorin des Musikprogramms im Forum Stadtpark, organisierte Festivals wie ‚Amalgam‘ oder die ‚non-ference‘ und präsentierte ihre Arbeiten unter anderem bei der Documenta fifteen, dem Elevate Festval, musikprotokoll, steirische herbst, unsafe+sounds (Wien) sounding future, Triennale Mailand, Musik-Installationen Nürnberg, Golden Pudel Club (Hamburg), ZKM (Karlsruhe), Times Museum’s Huangbian Station Contempoprary Art Research Center (Guangzhou), SYNNIKA (Frankfurt/Main), Kunstverein Bellevue Wiesbaden, Ausstellungsraum Klingental (Basel), Champ-dActon.LAbO (Antwerpen). Lediglich spektrale Echos hinterlassend, etablierte sich Lain als Praktikerin zeitlicher Sabotage und kollektiver Verletzlichkeit, ebenso sehr Gerücht wie Person, eine Konstellation von Nicht-Signalen, die sich in dem Rauschen auflöst, das uns alle verbindet.
Zeit:
00:00
Location:
Pre-Party Kombüse Graz

Bild: © Portia
PORTIA ist eine psychedelic Rock-Band mit Sitar, Gitarre, Bass, Schlagzeug und diversen Effektgeräten. Ihre Wurzeln liegen in der Jamkultur der Wiener Psychrockszene, aus der heraus sich in den letzten 3 Jahren dieses Projekt geformt hat. Seit 2024 sind sie auf diversen Wiener Bühnen vertreten, unter anderem in der Arena Wien, dem Otto Wagner Areal, Viper Room oder dem Pop Chop Foodfestival.
Der Sound ist vielseitig und abwechslungsreich. Die Basis bietet mal schwerer, mal treibender psychedelic Rock, gemischt mit verspielten, verwobenen Melodien von Gitarre und Sitar. Sie entführen in eine Welt aus wogenden Wellen, reißenden Stürmen und gläsernen Fäden – Musik zum Verlorengehen, Tanzen und Träumen.
Inspiriert von Kikagaku Moyo, Speck, Portishead, Naxatras, uvm.
Zeit:
20:00
Location:
Main Stage Indoors

Bild: © Christian Steiner
Scheidenkleister ist ein im Schatten des Grazer Schlossbergs gegründetes Musikprojekt, das seit 2017 Feminist Black Metal auskotzt und die Ruinen des Patriachats in Brand setzt. Hinter dem radikal-emanzipatorischen Kollektiv stehen Vulvarca (u.a. Satansgeige, Gebrüll) und Clitorax (u.a. Todesorgel) - zwei Ikoninnen ihres Genres. Mit gnadenlosen Organ Blast Beats, Corpse Paint und abgründigen Klanglandschaften zertrümmern sie misogyne Machtstrukturen. Scheidenkleister glaubt nicht an Erlösung, sondern nur an Zerstörung als Akt der Befreiung unter der Vorherrschaft von Satana. Verbeugt euch!
Zeit:
18:15
Location:
Main Stage Indoors

Bild: © smallsouki
Eleni Gaitani, bekannt unter dem Pseudonym Small Souki, ist Musikerin, Musiktherapeutin und Mathematikerin aus Lamia, Griechenland, und lebt seit 2015 in Wien, Österreich. Sie hat sich hauptsächlich mit Musik und Klangkunst beschäftigt und dabei Elemente aus verschiedenen Genres wie Blues, Jazz, Alternative Rock, Psychedelic Grunge Rock und Progressive Metal sowie Poesie und Spoken Word gesammelt, um für ihr Publikum eine vertraute Umgebung zu schaffen, in der es gemeinsam existieren und seine Ideen und Probleme ausdrücken kann, die zu einem stabilen System zusammenlaufen. Zu den Projekten und Bands, an denen sie beteiligt ist, gehören die psychedelische Grunge-Rock-Band Small Souki & The Big Trouble Band, ein 5-köpfiges Kollektiv, das „Heldinnenmusik für sozialpolitisch problematische Themen” produziert, sowie das Bandprojekt Manitari, eine Improvisationssession mit Simulierungseffekten, die auf der Grundlage einer Live-Performance die Beiträge der Zuhörer mit der Stimme als Hauptinstrument sowie verschiedene Materialien für Experimente mit Klangkunst einbezieht. Darüber hinaus hat sie Klangkunstwerke als Mischung aus digitaler Musikproduktion und Feldaufnahmen geschaffen und Workshops in Musiktherapie geleitet, in denen sie Methoden wie die Alexander-Technik und Gruppenimprovisation mit Anleitung einsetzte, um die Personen mit unterschiedlichem Hintergrund (Alter, Herkunft, Geschlecht) ihrer Einheit miteinander zu verbinden.
Zeit:
22:00
Location:
Pre-Party Kombüse Graz

Bild: © Mario Reinisch
Ein Genremix, der sich von berauschender Tanzbarkeit bishin zu sphärischer Sehnsuchtsromantik gestaltet. Ein Soundtrack, der herausfordert, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein.
Zeit:
21:15
Location:
Pre-Party Kombüse Graz

Bild: © Peachy
S æ r a h D æ wy 𐙚ྀི
Based in Graz.
Dark, groovy bass pulls you into a dream like state between reality and something deeper — hypnotic, weightless, addictive.
Not just a set.
More like a dream you fall into… and keep coming back to.
Zeit:
01:30
Location:
Pre-Party Kombüse Graz

Bild: © Juliette Moarbes
Sonja Eismann über ihr Buch
CANDY GIRLS - SEXISMUS IN DER MUSIKINDUSTRIE
(Nautilus Flugschrift, 2025)
Im Gespräch mit Susanne Sackl-Sharif
Sonja Eismann (*1973) ist Journalistin und Kulturwissenschaftlerin. Sie studierte Komparatistik in Wien, Mannheim, Dijon und Santa Cruz (USA) und war Mitgründerin des Magazins nylon und des Missy Magazine, wo sie bis heute Teil der Redaktion ist. Sie war/ist u.a. für Spex, taz, Freitag und Deutschlandfunk Kultur als Autorin und Journalistin tätig und forscht zu Genderdarstellungen im Pop. Von 2016 bis 2022 war sie Mitglied im Musikrat des Goethe-Instituts, 2024 hatte sie die Popdozentur der Universität Paderborn inne. Sie lebt in Berlin.
Susanne Sackl-Sharif lebt und arbeitet als Musikwissenschaftlerin und Soziologin in Graz und Wien. Sie forscht insbesondere über populäre Kulturen, politische Partizipation, Digitalisierungsprozesse sowie sozialen Ungleichheiten. Ihre Dissertation verfasste sie über Genderaspekte im Metal. Sie ist Sängerin und Violonistin der Feminist Black Metal Band Scheidenkleister.
Zeit:
14:30
Location: t.b.a.

Bild: © Solane van Weele
Mahtab Miandehi ist Klangkünstlerin und Violinistin. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht das Zusammenspiel zwischen Mensch und Computer sowie gestische Performance, die auf Improvisation basiert und bisweilen von einem strukturierten Ansatz geleitet wird.
Bei SF26 wird sie mit der „Musikmaschine“ auftreten, einem fortlaufenden Projekt, das im Rahmen einer Reihe von Aufführungen entwickelt wurde und sich mit hybriden Instrumenten in Verbindung mit computergesteuerten Systemen auseinandersetzt.
Zeit:
t.b.a. -
Location:
Installation

Bild: © Nina Chabek
"In meinen Visuals greife ich den Sound auf, lassen Linien und Formen wandern, sich verflechten und zu einem abstrakten Bildkörper anwachsen. Ich tauche ab, verbinde mich mit der Musik und nimm die Crowd mit in meine generative Welt."
Zeit:
t.b.a. -
Location:
Pre-Party Kombüse Graz

Bild: © Leonhard Schmidt
Lerne eine queere Tanzform spielerisch kennen – alle willkommen! Voguing kommt aus der Harlem Ballroom Community, einem intersektionalem Kulturraum von POC und LGBTQIA+ Identitäten. Wir erkunden gemeinsam, was hinter der Tanzform steckt, üben ein paar Grundtechniken und haben eine Menge Spaß während wir eine neue Form des Selbstausdruckes kennenlernen. Lerne dich selbst neu kennen und zeige allen, wie cunty du wirklich sein kannst. Selbstbewusste, arrogante Femininität ist das A und O.
Kisme ist der Ballroom Szene offiziell 2022 beigetreten. Bereits im nächsten Jahr nahm er international an Balls teil und fing an, Voguing in Graz zu unterrichten. Seine Hauptkategorien sind Vogue Femme, Arms Control und Lip Sync. Nach einem halben Jahr Spanien ist er zurück, um Ballroom wieder nach Graz zu bringen.
Zeit:
15:30
Location:
Main Stage Outdoor

Bild: © Astrid Drechsler
Dieses Studierendenprojekt verbindet traditionelle Instrumente mit zeitgenössischer elektronischer Musik und Interaktion. Es wurde ursprünglich für die Kulturhauptstadt 2024 in Österreich entwickelt. Die klanglichen Eigenschaften alter Instrumente werden mit neuen Spielweisen kombiniert. Es handelt sich um eine interaktive Installation, bei der Besucher*innen die "Musikmaschine" bedienen und kurze elektronische Musikkompositionen erstellen können.
Die Musikmaschine ist ein Musikroboter, der Instrumente über eine intuitive Benutzeroberfläche spielt, ähnlich wie eine Drum-Machine. Die Maschine wurde von Studierenden der FH JOANNEUM und der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz im Rahmen des Masterstudiengangs „Kommunikation, Medien, Klang- und Interaktionsdesign – Sound Design“ entwickelt und gebaut – einer interuniversitären Zusammenarbeit zwischen dem Institut für Design und Kommunikation an der FH JOANNEUM und dem Institut für Elektronische Musik und Akustik (IEM) an der KUG. Dieses Projekt wurde von Astrid Drechsler und Daniel Fabry betreut.
Während des Sterrrn-Festivals wird es eine Performance mit der Maschine und der Musikerin Mahtab Miandehi geben.
Zeit:
13:00
Location: t.b.a.

Bild: © Nina Eba
TRYVOGA (Nina Eba, 2026)
Der Titel leitet sich vom ukrainischen Wort „tryvoga“ ab, das gleichzeitig einen inneren Zustand der Angst und ein äußeres Gefahrenzeichen – einen Alarm – bezeichnet. Diese doppelte Bedeutung spiegelt die zentrale Spannung des Werks wider: die Kluft zwischen persönlicher Erfahrung und einem öffentlichen Klang.
TRYVOGA untersucht, wie der Körper einer Person mit Kriegserfahrung auf akustische Auslöser reagiert, die traumatische Ereignisse wachrufen, und wie diese Reaktionen durch Klang ausgedrückt werden können. Das Herz steht im Mittelpunkt dieses Projekts, da die Herzaktivität – insbesondere die Herzfrequenzvariabilität (HRV) – Einblicke in die Stressregulation und die Dynamik des autonomen Nervensystems gewährt.
Das Projekt basiert auf der Sonifikation physiologischer Daten, die durch wöchentliche EKG-Aufzeichnungen meines eigenen Körpers während Zivilschutz-Sirenenübungen in Graz gesammelt wurden. Diese Daten werden in MIDI-Steuersignale umgewandelt, die sowohl klangliche als auch visuelle Prozesse gestalten und so eine sich ständig weiterentwickelnde audiovisuelle Textur erzeugen.
Die Arbeit basiert auf der Idee, dass derselbe Klang je nach Erfahrung unterschiedliche Bedeutungen haben kann. Eine Sirene, die für die meisten Einwohner von Graz als neutrales öffentliches Signal fungiert, löst in mir eine ausgeprägte physiologische Reaktion aus, die mit Angst und der Erwartung von Gefahr verbunden ist. Anstatt das Ereignis selbst zu rekonstruieren, konzentriert sich die Installation auf seine verkörperte Resonanz.
NINA EBA ist eine ukrainische Komponistin, Klangkünstlerin und Produzentin, die in Graz lebt. Mit über einem Jahrzehnt Erfahrung in den Bereichen elektronische Musik und Songwriting bewegt sich ihre Arbeit zwischen Musikproduktion, Sounddesign und audiovisuellen Projekten. Neben ihrer Tätigkeit als unabhängige Künstlerin hat sie in den Bereichen Medien, Podcasts und interaktive Installationen gearbeitet und dabei technische Fähigkeiten mit einem starken Fokus auf Klang als narratives und emotionales Medium kombiniert. Derzeit studiert sie Sounddesign an der FH JOANNEUM, wo sie sich in ihren jüngsten Arbeiten mit Sonifikation und der Nutzung ihres eigenen Körpers als Datenquelle für Klang beschäftigt.
Zeit:
13:00
Location: t.b.a.